k_schmoll

Anna-Kathrin Schmoll

Schonend und nebenwirkungsarm

Lasereinsatz bei Akne und Aknenarben

Von Anna-Kathrin Schmoll, Fachärztin für Dermatologie/Allergologie,
Laserzentrum Oldenburg

Je nach Veranlagung machen 80 Prozent der Bevölkerung eine Akne mit leichtem, mittlerem oder schwerem Verlauf durch. Durch die Folgen der hormonellen Veränderung während der Pubertät entstehen entzündliche Hautveränderungen wie Papeln, Pusteln, bei einer schweren Akne auch schmerzhaften Knoten, Zysten, einhergehend mit den typischen Akne-Vernarbungen.
Zur äußerlichen Therapie werden desinfizierende, antibiotische und hornlösende Lotionen/Cremes eingesetzt. Bei schweren Akneformen kommen Hormontabletten, Antibiotika und bei Schwerstformen das Arzneimittel Isotretionin zur Anwendung. Relativ weit verbreitet ist die Lichttherapie mit UVB. Sie führt zu einer Reduktion insbesondere der entzündlichen Akneformen, allerdings auch immer zu einer UV-Belastung (Sonnenbrandgefahr) der nicht befallenen Haut.

Eine besonders schonende nebenwirkungsarme Möglichkeit der Lichttherapie bietet der „Smooth beam“-Laser. Während eines akuten entzündlichen Schubes wird die Behandlung vier bis sechs Mal in Abständen von zwei bis vier Tagen durchgeführt. Idealerweise liegt die Eindringtiefe der Laserenergie auf der gleichen Höhe wie die Aknebakterien in den Talgdrüsen. Durch deren gezielte Schädigung heilen die entzündlichen Hautveränderungen rasch ab und Narbenentstehung wird vermieden. Nebenwirkungen – außer einer leichten Rötung – bestehen nicht.

Zur Behandlung atrophischer, flach eingesunkener Narben eignet sich das „Subsurfacing“, die Aktivierung des körpereigenen Kollagenaufbaus ohne eine Oberflächenverletzung. Auch hier bietet der „Smooth beam“ nach mehreren Sitzungen in ca. dreiwöchigen Abständen deutliche Verbesserungen. Bei roten Narben werden hervorragende Ergebnisse durch den „Dye“, einen gepulsten Farbstofflaser erzielt, mit dem neben einer Aktivierung der körpereigenen Kollagensynthese der störende Farbunterschied beseitigt werden kann.
Einzelne erhabene Narben werden mit einem Erbium-Yag-Laser abgetragen. Die resultierende flache Wunde heilt innerhalb von fünf Tagen ab.

Bei vergröbertem Hautrelief sind bisherige Behandlungsmöglichkeiten mit langen Abheilungszeiten immer weniger akzeptabel, da inzwischen durch die Neuentwicklung des „Fraktional-Lasers“, einer Kombination von „Resurfacing“ und „Subsurfacing“, sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Dieses Verfahren ist schmerzarm, eine Betäubung ist nicht notwendig. Der Patient ist sofort wieder gesellschafts- bzw. arbeitsfähig. Je nach Befund, Ausprägung der Akne bzw. Aknenarben können die unterschiedlichen Behandlungsformen kombiniert, ggf. mit kleinen chirurgischen Maßnahmen ergänzt werden, um somit für jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept erstellen zu können.

Weitere Informationen

Laserzentrum Oldenburg
Achternstraße 21
26122 Oldenburg
Tel.: 0441 219140